Matte Dial, Inverted Six, SWISS only und viele mehr: Im Laufe der Jahre ist eine lange Liste unterschiedlicher Rolex Zifferblätter entstanden, die sich mitunter nur in winzigen Details voneinander unterscheiden. Wer sich damit auskennt, kann einzelne Rolex Modelle zuverlässig identifizieren und schützt sich zudem vor Fälschungen. Tauchen Sie ein in die geheime Sprache echter Rolex-Fans.
Inhalt des Artikels:
- Gilt Dial
- Matte Dial
- Glossy Dial
- Spider Web Dial
- Inverted Six
- Chapter Ring
- Racing Dial
- Maxi Dial
- Meters first
- Stick Dial
- Rectangular Dial
- SWISS only
- Juwelier Ralf Häffner und sein Team wünschen Ihnen erholsame Ostertage!
In den Zifferblattvarianten sieht man die große Vielfalt unter den Rolex Uhren. Selbst wenn es sich um dieselbe Modellreferenz handelt, können verschiedene Zifferblätter den Wert der Uhren um tausende Euro voneinander trennen. Daher dreht sich beim modernen Uhrensammeln fast alles um den Zustand des Zifferblattes, der in einigen Fällen bis zu 90% des Uhrenwertes ausmachen kann.
Gilt Dial
Zu Beginn wurden Rolex Sportmodelle standardmäßig mit schwarzen Zifferblättern gefertigt. In diese wurden die Schriftzüge und Markierungen in einem speziellen Verfahren in das Zifferblatt geätzt und erscheinen “gilt”, also in einem warmen Goldton auf ihren glänzend schwarzen Zifferblättern.
Matte Dial
Mitte der 1960er Jahre ersetzte Rolex seine vergoldeten Zifferblätter durch sogenannte matte Zifferblätter mit weißem Text und gemalten Tritium Markierungen auf matt schwarzem Hintergrund. Alle matten Rolex Zifferblätter verwendeten Tritiumfarbe für die Leuchtkraft und waren bis Mitte der 1980er Jahre in Produktion.
Glossy Dial
Nach dem matten Zifferblatt-Look entschied sich Rolex für einen Zifferblatt Stil, der zu einer glänzenden Hintergrundfarbe zurückkehrte. Text und Markierungen blieben in Weiß.
Spider Web Dial
Was unter Sammlern heute sehr begehrt ist, da nur noch extrem selten zu finden, war eigentlich ein Produktionsfehler: das schwarze Spider Web Dial. Bei den ersten Zifferblattchargen nach Umstellung der Produktion von Matte Dial zum Glossy Dial bekam die Decklackschicht Risse, die wie das Netz einer Spinne aussehen. Diesen speziellen Look findet man bei früheren Modellen der Submariner, Sea-Dweller, GMT-Master, GMT-Master II und Explorer II.
Inverted Six
Die Rolex Daytona verfügt als klassischer Chronograph über drei weitere Hilfszifferblätter (Totalisatoren), die neben der Uhrzeit zusätzliche nützliche Informationen bieten. Bei dem Stundentotalisator sind die Zahlen 3, 6, 9 und 12 aufgeprägt. Bei Modellen der Zifferblattserie “Inverted Six” steht die 6 auf dem Kopf. Dies änderte Rolex erst ab Mitte der 90er Jahre.
Bei dieser Rolex Daytona aus dem Jahr 1995 steht die Sechs im Stundentotalisator nicht mehr kopfüber.
Chapter Ring
Den sogenannten Chapter Ring entdeckt man nur bei älteren Modellen. Auf deren Zifferblatt sind die Minuten-Indizes durch eine umlaufende Kreislinie miteinander verbunden.
Racing Dial
Bei den Daytona Modellen von 2009 bis 2016 verwendete Rolex ein Zifferblatt, das mit nach innen ausgerichteten arabischen Zahlen und farblich abgesetzten Hilfszifferblättern sehr an einen Tachometer erinnerte. Bei dieser Daytona mit Racing Dial sind die Totalisatoren im gleichen Farbton wie das Zifferblatt der Uhr gehalten, die Zahlen sind nach innen gerichtet und verleihen der Uhr ihren dynamischen Racing Look.
Maxi Dial
Damit die Uhrzeit auch im Dunkeln komfortabel abgelesen werden kann, wird auf Teile des Zifferblattes sowie auf den Zeigern eine fluoreszierende Masse aufgetragen. Bei Modellen mit Maxi Dial sind die Leuchtflächen auf dem Zifferblatt deutlich größer gehalten und ermöglichen ein noch besseres Ablesen bei Dunkelheit, wie bei dieser Rolex Submariner mit der Referenz 5513.
Meters first
Eine der beliebtesten Rolex Uhren ist die Rolex Submariner. Auf ihrem Zifferblatt ist im unteren Teil die maximale Tauchtiefe in Meter und Fuß angegeben, für die eine Wasserdichtigkeit garantiert ist. Anfänglich wurde zuerst Meter angegeben, was sich im Laufe der Zeit jedoch änderte. Modelle, bei denen zuerst der Meterwert aufgeführt ist, werden als Meters first bezeichnet.
Stick Dial
Wenn von einem Stick Dial die Rede ist, muss man wirklich ganz genau hinschauen. Der Unterschied zu einem herkömmlichen Zifferblatt ist so marginal, dass man diesen fast nur unter einer Lupe erspäht. Ein detaillierter Blick offenbart, dass sich bei dem Schriftzug GMT-MASTER II bei der römischen Zwei keine Serifen befinden.
Im Vergleich dazu sehen Sie hier die GMT-Master II mit einem Zifferblatt, bei dem die römische Zwei über Serifen verfügt.
Rectangular Dial
Wir bleiben bei der Rolex GMT Master II und werfen noch einmal einen Blick auf die römische Zwei. Beim Rectangular Dial sind die Serifen, im Gegensatz zum Stick Dial, verstärkt ausgeprägt und verbinden die beiden horizontalen Striche so zu einem Rechteck.
SWISS only
Bis Mitte der 1990er Jahre verwendete Rolex als Leuchtmasse den leicht radioaktiven Stoff Tritium (vor Tritium den radioaktiven Stoff Radium). Dessen Verwendung wurde am unteren Rand des Zifferblattes durch die Aufschriften “SWISS – T<25”, “ T SWISS T” oder “T SWISS MADE T” dokumentiert.
Heutzutage sind die Uhren aus dem Hause Rolex mit der unbedenklichen Leuchtmasse Luminova ausgestattet und dokumentieren jetzt lediglich ihre Herkunft durch die Aufschrift “SWISS MADE”. Bei den Modellen einer kurzen Übergangsphase findet sich allein der Schriftzug “SWISS” an dieser Stelle, dem wir den Begriff “SWISS only” verdanken.
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